Der Bundesrat hat am 23. November 2018 dem Gesetzentwurf zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (JStG 2018) zugestimmt. Damit gehen zahlreiche Änderungen im Steuerrecht einher.

Die Änderungen betreffen u. a. erfreuliche steuerliche Entlastungen im Bereich der Überlassung von Elektro-und Hybridelektrofahrzeugen sowie Dienstfahrrädern an Arbeitnehmer und die steuerliche Behandlung sog. Jobtickets zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Während die private Nutzung eines (normalen) Dienstwagens in der Regel monatlich mit 1 % des Bruttolistenpreises zu versteuern ist, wird der Prozentsatz für Elektrofahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, auf 0,5 % reduziert. Allerdings werden extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge nur begünstigt, wenn die Reichweite des Elektroantriebs mindestens 40 Kilometer beträgt oder eine Kohlendioxidemission von 50 Gramm je gefahrenen Kilometer nicht überschritten wird. Die Neuregelung gilt entsprechend, wenn die insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verhältnis der privaten zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden. Auch die auf diese Weise ermittelten Kosten sind nur zur Hälfte anzusetzen.

Weiterhin muss der geldwerte Vorteil für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrads durch den Arbeitgeber zukünftig vom Arbeitnehmer nicht mehr versteuert werden. Somit gilt eine vollständige Steuerbefreiung für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads.

Neben der Steuerfreiheit für Dienstfahrräder werden auch Arbeitgeberzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in Form von Jobtickets in Zukunft steuerfrei gestellt. Die steuerfreien Leistungen für Jobtickets werden auf die Entfernungspauschale angerechnet, um eine Doppelbegünstigung gegenüber Arbeitnehmern, die die Kosten für diese Fahrten selbst tragen, zu verhindern.

Das Ziel der Änderungen scheint klar: Es soll zum einen erreicht werden, dass Arbeitnehmer verstärkt die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, zum anderen soll durch die möglicherweise vermehrte Nutzung von Fahrrädern oder Elektrofahrzeugen die Umweltbelastung gesenkt und der Verkehr reduziert werden. Ob der gewünschte Effekt spürbar eintritt, bleibt abzuwarten. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber werden in jedem Falle steuerlich entlastet.