Wenn der Mai da ist, dauert es nicht mehr lange und der Mai ist vorbei ... Das hat auch steuerliche Bedeutung, da am 31. Mai eine Nachweisfrist aus dem Umwandlungssteuergesetz abläuft.

Die steuerlichen Regelungen betreffend Einbringungen in Kapitalgesellschaften (Sacheinlage und Anteilstausch) wurden durch das SEStG neu konzipiert. Dadurch wurde das alte System des einbringungsgeborenen Anteils zugunsten einer rückwirkenden Besteuerung der Einbringung im Fall einer Anteilsveräußerung innerhalb eines Zeitraumes von sieben Jahren nach dem Einbringungszeitpunkt aufgegeben.

Um die Besteuerung des Einbringungsgewinnes in den Fällen eines schädlichen Ereignisses sicherzustellen, ist der Einbringende nach § 22 Abs. 3 S. 1 UmwStG verpflichtet, jährlich bis zum 31. Mai nachzuweisen, wem die Anteile an dem Tag, der dem maßgebenden Einbringungszeitpunkt entspricht, zuzurechnen sind. Wird der Nachweis nicht erbracht, gelten die Anteile als zu Beginn des jeweiligen jährlichen Überwachungszeitraums innerhalb der siebenjährigen Sperrfrist veräußert, was eine rückwirkende Versteuerung der Einbringung auslöst.

Aufgrund des nahenden Fristablaufes bitten wir unsere Mandanten zu prüfen, ob entsprechende Einbringungen erfolgt sind. Unter die Nachweispflicht fallen alle Einbringungen in Kapitalgesellschaften, die aufgrund der Regelungen der §§ 20 und 21 UmwStG nicht unter Ansatz des gemeinen Wertes des eingebrachten Vermögens erfolgt sind. (z. B. Einbringungen in Kapitalgesellschaften im Wege der Einzel- und Gesamtrechtsnachfolge, Verschmelzungen von Personengesellschaften auf Kapitalgesellschaften, Formwechsel einer Personengesellschaft zu einer Kapitalgesellschaft).

Bis zum 31. Mai 2017 ist für all die Einbringungen ein Nachweis zu erbringen, bei denen der steuerliche Einbringungszeitpunkt zwischen dem 1. Juni 2008 und dem 31. Mai 2016 liegt.

Auch bei Einbringungen nach § 24 UmwStG kann eine Meldepflicht gemäß § 24 Abs. 5 UmwStG bestehen.