Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist am 23. Juli 2015 in Kraft getreten. Mit dem Gesetz ist die europäische Bilanzrichtlinie (2013/34/EU) in deutsches Recht umgesetzt worden. Auf europäischer Ebene sind durch die Bilanzrichtlinie die bisher getrennten Richtlinien für Einzel- und Konzernabschlüsse (4. Und 7. EG-Richtlinie) zusammengefasst worden und darüber hinaus der Versuch unternommen worden, die Rechnungslegung innerhalb der EU weiter zu harmonisieren. Im Ergebnis ist mit dem BilRUG ein Artikelgesetz entstanden, in dem rd. 80 Paragraphen des HGB sowie weitere Vorschriften im AktG, PublG sowie GmbHG geändert wurden.

Der überwiegende Teil der Vorschriften ist erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Bei kalendergleichen Geschäftsjahren sind somit die Abschlüsse zum 31. Dezember 2016 erstmals betroffen. Um Ihnen einen schnellen aber gleichzeitig auch umfassenden Überblick über die erfolgten Änderungen zu ermöglichen, haben wir die geänderten Vorschriften in tabellarischer Form dargestellt. Dabei haben wir die Darstellung getrennt nach Änderungen im Einzel- und Konzernabschluss, zum (Konzern-) Anhang sowie  zum (Konzern-) Lagebericht. Um Ihnen ein besseres Verständnis der Gesetzesänderungen zu ermöglichen, haben wir zusätzlich die geänderten Vorschriften in knapper Form erläutert. Neben einer Vielzahl von eher redaktionellen Anpassungen im Gesetz ohne wesentliche materielle Folgewirkung ergeben sich eine Reihe von Gesetzesänderungen, die formelle und materielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss bzw. den Konzernabschluss haben.

Ausgenommen haben wir lediglich die Änderungen, die ausschließlich Kreditinstitute, Versicherungen, Genossenschaften sowie bestimmte Unternehmen des Rohstoffsektors betreffen, die zukünftig einen sog. Zahlungsbericht zu erstellen haben.

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