Mit Pressemitteilung vom 6. Februar 2019 hat der BFH über die geänderte Rechtsprechung zur Bruchteilsgemeinschaft im Umsatzsteuerrecht informiert.

Dabei hat der BFH mit Urteil vom 22. November 2018 (V R 65/17) nun entschieden hat, dass eine Bruchteilsgemeinschaft i.S.d. §§ 741 ff. BGB mangels zivilrechtlicher Rechtsfähigkeit aus umsatzsteuerlicher Sicht kein Unternehmer sein kann. Vielmehr liegen nach Auffassung des BFH zivil- und umsatzsteuerrechtlich durch die Gemeinschafter als jeweiliger Unternehmer anteilig erbrachte Leistungen vor. Dabei wirkt sich diese Betrachtung auch auf den Vorsteuerabzug aus, weil nicht die Gemeinschaft selbst, sondern lediglich der einzelne Gemeinschafter als Leistungsempfänger vorsteuerabzugsberechtigt sein kann.

Zu weiteren Einzelheiten siehe Müller/Dorn, nwb 2019, S. 464.