Am 8. Juli 2016 hat der Bundesrat der Investmentsteuerreform zugestimmt, mit welcher ein leicht verständliches Steuersystem für Investmentfonds geschaffen und zugleich Tricks zur Steuervermeidung verhindert werden sollen.

 

Dabei sollen auch die sog. Cum-Cum-Modelle verhindert werden. Mit diesen Modellen wird die Umgehung der Besteuerung von deutschen Dividenden durch ausländische Anleger mit Hilfe von deutschen Investmentfonds oder Kreditinstituten versucht. Das Gesetz sieht dafür eine Neuregelung über die Anrechnung der Kapitalertragsteuer für Dividenden vor. Voraussetzung für die Anrechenbarkeit ist zukünftig, dass der Steuerpflichtige die Aktie für einen Mindestzeitraum von 45 Tagen hält und dabei ein „Mindestmaß an wirtschaftlichem Risiko“ trägt. Durch diese Regelungen sollen Haftung und Risiko zukünftig wieder zusammengeführt werden.

Außerdem setzt das Gesetz europarechtliche Vorgaben hinsichtlich der Gleichbehandlung von Dividenden aus in- und ausländischen Fonds um und enthält Änderungen der Regelungen zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Verwaltung von Investmentvermögen.

 

Die Investmentsteuerreform soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Umsetzung der europarechtlichen Vorgaben und die Regelungen gegen die Cum-Cum-Modelle finden bereits rückwirkend zum 1. Januar 2016 Anwendung.